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Leistungssport, Seniorensport

Herren 40 des SC Uckerath ärgern den Deutschen Meister

Trotz einer 1:8-Niederlage gegen den Ratinger TC haben die Herren 40 des SC Uckerath in der Tennis-Regionalliga ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. „Wir hätten statt einem 1:2 nach der ersten Runde eigentlich 3:0 führen müssen“, sagte Mannschaftskapitän Mark Götzl nach dem ersten von zwei Heimspielen.

Auf dem Papier gewann dann am Ende nur der Argentinier Pablo Cerutti (6:4, 6:1) den einzigen Punkt gegen den amtierenden Deutschen Meister bei den Herren 40. Die Ratinger sind auch in diesem Jahr großen Favoriten auf den Titel in der Regionalliga West und den dann später auszuspielen DM-Titel.

Pablo Cerutti

Der für Uckerath spielende Italiener Massimo Ocera (6:2, 0:6, 8:10) und der Spanier Antonio Cano Lopez (6:3, 1:6, 5:10) verloren ihre Partien erst im Champions-Tie-Break. Nach den Niederlagen der anderen drei Einzelspieler Jose Maria Vicente-Fibla (1:6, 0:3, Aufgabe), Guillermo Carry (3:6, 0:6) und Ignacio Andres Vicente-Fibla (3:6, 5:7), gelang den Uckerathern auch in zwei der drei Doppeln den Sprung in den dritten Satz.

Doch weder die Paarung Carry/Ocera (6:3, 3:6, 8:10) noch Cerutti/Lech Klimkowski (1:6, 6:1, 3:10) konnten einen weiteren Punkt für den SCU holen.

„Der deutsche Meister ist etwas nervös geworden. Aber hinten raus ging es für uns ein bisschen zu schnell“, fügte Götzl an, der sehr zufrieden mit dem Auftritt war. In der vergangenen Saison hatte der damalige Aufsteiger SC Uckerath ebenfalls mit 1:8 gegen Ratingen verloren, aber dabei wesentlich deutlicher. Götzl, der selbst im Jahr 15 bis 20 Turniere auf der Seniors-Tour spielt, kennt viele der Spieler und hatte extra gegen Ratingen einen schlagfertige Truppe zusammen gestellt.

"Vielleicht ist da in zwei bis drei Jahren mal mehr drin“, träumt er von der Meisterschaft in der Regionalliga und der damit verbundenen Qualifikation für die Finalrunde gegen die drei anderen Regionalliga-Meister. Nach dem tollen Erfolg in der vergangenen Saison mit Platz drei, wollen die Uckerather diesen Platz unter den sieben Teams auf jeden Fall wiederholen. Der Auftakt ist mit einem 6:3 beim TC Waldorf Anfang Mai schon einmal geglückt.

Die andere Übermannschaft THC Brühl dürfte vielleicht auch noch einen Hausnummer zu groß sein, aber dann gilt es die anderen Partien vielleicht alle siegreich zu gestalten. Das wäre bei zwei bis drei Absteigern auch sehr wichtig. Einen weiteren Sieg haben die Uckerather bereits am grünen Tisch, weil der RTHC Bayer Leverkusen seinen Mannschaft zurückgezogen hat.

„Schade, das wäre am letzten Spieltag unser drittes Heimspiel gewesen“, so Götzl. Für das zweite Heimspiel am 31. Mai gegen BW Elberfeld verspricht er dann noch ein Highlight. Dann wird der Irakische Davis-Cup-Spieler Akram Mustafa Abdulkareem Al-Saedi in Uckerath auflaufen. „Er hat eine sehenswerte Technik“, so Götzl.

Gegenüber dem Kader aus der Vorsaison haben sich die Uckerather von drei Spielern wieder getrennt und insgesamt zwölf neue Meldungen abgegeben. „Alle werden sicherlich nicht hier auflaufen, aber wir wollten mehr Alternativen haben“, so Götzl, der mit seiner Truppe im nächsten Spiel am 17. Mai beim THC Münster antritt. (Quentin Bröhl)